Ich habe heute den letzten Windows-PC durch Linux Mint ersetzt. Und zwar der Visualisierungs-PC im Wohnzimmer für den Gira Homeserver. Natürlich sollte aber weiterhin der Gira QuadClient darauf laufen, was ich mit Wine gelöst habe.
Hier die Schritte dafür, falls jemand die selbe Anforderung hat.
Ich hatte dann noch ein paar Probleme mit der Startleiste und auch einem überlagernden Startmenu was ich regelmäßig mache um einen Browser zu öffnen um weitere Smarthome-Geräte (wie meinen Rasenmäher) zu steuern. Daher hab ich ein Script geschrieben, welches die nötigen Einstellungen setzt und alles passend startet und auch wieder aufräumt.
#!/bin/bash
# Gira HomeServer QuadClient unter Wine (Wine-Virtual-Desktop).
# Startet einmalig; beim Beenden KEIN Neustart. Volle Auflösung + bedienbares
# Cinnamon-Startmenü (Windows-Taste), da das äußere Fenster nicht Vollbild ist.
export WINEPREFIX="$HOME/.wine-gira"
export WINEARCH=win32
export WINEDEBUG=-all
export DISPLAY="${DISPLAY:-:0}"
QC="$WINEPREFIX/drive_c/Gira/home/qc"
cd "$QC" || exit 1
# Reste einer vorherigen Instanz aufräumen (nur eine Instanz)
wineserver -k 2>/dev/null
sleep 1
# Bildschirmauflösung ermitteln (Fallback 1600x900)
read W H < <(xdotool getdisplaygeometry 2>/dev/null)
[ -z "$W" ] && { W=1600; H=900; }
wine explorer "/desktop=giradesk,${W}x${H}" hs_client_net.exe &
# Auf das Wine-Desktop-Fenster warten und Vollbild-Status entfernen
VW=""
for i in $(seq 1 45); do
VW=$(wmctrl -lx 2>/dev/null | grep -i "explorer.exe.explorer.exe" | awk '{print $1}' | head -1)
[ -n "$VW" ] && break
sleep 1
done
[ -n "$VW" ] && { sleep 2; wmctrl -i -r "$VW" -b remove,fullscreen; }
# Überwachen: sobald das Fenster verschwindet (App beendet) -> aufräumen, Ende
while wmctrl -lx 2>/dev/null | grep -qi "explorer.exe.explorer.exe"; do
sleep 3
done
wineserver -k 2>/dev/null
Das Script dann einfach noch per Icon auf dem Desktop oder per Autostart beim booten ausführen – fertig.
Wie der aufmerksame Leser weiß, haben sich in den letzten Monaten einige Dinge in meinem Leben verändert. Daher komme ich lange nicht mehr so viel zum basteln wie in der Vergangenheit, aber die aktuelle Energiekriese hat mich zu folgendem Projekt inspiriert.
Ich bin mal durch das Haus gegangen und habe Steckernetzteile gezählt, bzw. diverse Microcontroller und Raspberrys und war erschrocken, wie viele kleine Verbraucher sich so angesammelt haben – die Meisten davon habe ich ja hier dokumentiert. 🙂
Wild entschlossen habe ich angefangen diese zu hinterfragen und ggf. auch einfach als „unnötig“ zu deklarieren. So sind z.B. jetzt alle Spielekonsolen über eine schaltbare Steckdose deaktiviert und viele Dinge die ohnehin wenig oder garnicht benutzt wurden sind entsorgt oder verkauft.
Auch mein Heizungs-Raspberry, der tatsächlich nichts anderes mehr tut als auf das S0 Signal von einem Stromzähler zu hören und 1-Wire Temperatursensoren auszulesen, kam mir doch etwas oversized vor und mit diesem Projekt löse ich ihn durch einen ESP8266 ab. Natürlich bleibt ein Steckernetzteil erhalten, die Stromaufnahme ist aber trotzdem geringer und ich konnte so auch noch die Funktionalität erweitern.
Die Stromzähler
Denn ich habe in den letzten Monaten die Schlafzimmer und das Wohnzimmer mit Klimageräten ausgestattet – das war nicht nur diesen Sommer sehr angenehm. Um die Kosten bzw. den Verbrauch im Blick zu halten habe ich nicht nur die Heizung/Wärmpumpe mit einem Zwischenzähler ausgestattet, sondern auch die beiden Klimeageräte. Für die Wärmepumpe ist schon seit langem ein DRT428DC (3-phasig) im Einsatz und für die Klimaanlagen haben ich mir zwei Eltako WSZ15D-32A (1-phasig) besorgt.
Die Schaltung auf dem Steckbrett
Und los ging die Bastelei! (endlich!) Die Schaltung war auf dem Breadboard schnell zusammen gesteckt. Tatsächlich bin ich bei der Hardware nur über den S0 gestolpert. Bei den Zählern haben die 3.3V des ESP leider nicht ausgereicht für eine zuverlässige Erfassung. Ein Blick ins Datenblatt und es war klar das es mindestens 5V sein müssen. Da mein Steckernetzteil 5V hat, habe ich also für den S0 direkt diese Spannung genommen und mit einem Spannungsteiler die Spannung für die GPIOs angepasst.
S0 Stromzähler Steckbrett
S0 Stromzähler Schaltung
Ich habe mir auch die Mühe gemacht mal einen Schaltplan zu zeichnen: – Ein LM1117-3.3 macht aus den 5V Eingangsspannung 3.3V – In der Mitte sitzt der ESP8266 – Oben links sieht man den Spannungsteiler mit Pull-Down Wiederständen – Unten rechts ist der 1-Wire Bus (parasitär) für die Temperatursensoren. Was man auch sieht sind zwei RJ45 Buchsen. Ich habe nämlich sowohl für die Anbindung der S0-Anschlüsse als auch für die Temperatursensoren zwei Netzwerkkabel zerschnitten um eine zuverlässige Steckverbindung zu bekommen. Da ich die Schaltung dann auf einer Lochrasterplatine unterbringen wollte, habe ich mir auch noch RJ45 Breakout-Boards besorgt.
Die Platine sieht in einem kleine 3D-Druck-Gehäuse dann so aus. (Natürlich gibts zu dem Gehäuse auch noch einen Deckel…
Der Arduino Quellcode
Die Software besteht grundsätzlich aus zwei Teilen. Einmal dem Arduino Sketch für den ESP8266 und einem PHP-Script als Gegenstück, welches auf meinem NAS läuft und die Werte in die Datenbank schreibt.
Der ESP macht folgendes: 1. Per Interrupt auf steigende Flanken auf den 3 GPIOs hören um dann einen Zähler hochzuzählen 2. Nach 60 Sekunden die aktuellen Temperaturen auszulesen 3. Und das alles als JSON an das PHP-Script zu senden
Da mein NAS irgendwie träge ist und der erste Versuch des Datensendens mit einem Fehler abbricht, wiederhole ich als Workaround das Senden einfach so lange, bis es geklappt hat.
Und hier noch das bischen PHP (als Quick&Dirty Script), welches die per JSON gesendeten Werte entgegen nimmt, in die MySQL-Datenbank (ebenfalls auf dem NAS) schreibt und dann noch an den Homeserver schickt.
Damit werden jetzt die gemessenen Werte vom ESP in die Datenbank geschrieben und gleichzeitig auch nochmal an den Homeserver geschickt. Dieser nutzt die Infos „ist die Heizung an?“ oder „ist die Klimaanlage an?“ an verschiedenen Stellen in der programmierten Logik im sinnvolle Entscheidungen zu treffen – und der alte Raspberry ist jetzt ausgemustert.
Wie es manchmal so ist, kann ein einziges Ereignis das ganze Leben verändern. So auch die Geburt meines ersten Kindes. Das ist mit der Grund dafür, warum das basteln aktuell eine etwas niedrigere Priorität bekommen hat.
Aber natürlich gibt das Kind hin und wieder auch Anlass etwas am Haus zu verbessern. Denn aktuell ist Schlaftrainig angesagt und immer wenn abrupt das Nachttischlicht ausgeschaltet wird, ist erstmal „alarm„.
Daher war die Überlegung, das Nachtlicht nicht plötzlich auszuschalten sondern langsam auszudimmen – ähnlich wie bei einem Sonnenuntergang. In der Hoffnung, dass das Kind dadurch nicht erschrickt und das einschlafen leichter fällt.
Natürlich war schon eine kleine Lampe mit LED Leuchtmittel, welches man sogar dimmen könnte, vorhanden und an einer Steckdose angeschlossen. Und tatsächlich sind an meinem Dimmaktor noch zwei Anschlüsse frei. Jedoch hätte ich dazu diese eine schaltbare Steckdose so umverdrahten müssen, das sie eben nicht mehr über einen Schaltaktor läuft sondern über den Dimmaktor. Es wäre die einzige im Haus und irgendwie fühlte sich das nicht richtig an. Zumal ich auch alle anderen Steckdosen im Zimmer auf eine andere Phase (des 5×1.5 welches die Steckdosen speist) hätte umverdrahten müssen – das war mir zu aufwändig.
Stattdessen wollte ich die gleiche Technik nutzen, die auch schon im Garten eingesetzt wird: Zigbee.
Also habe ich zuerst einmal ein entsprechendes LED Leuchtmittel mit E14 Fassung besorgt, welches ich dann über Zigbee steuern will.
Dann habe ich eine Wippe am Lichtschalter so programmiert das die 2-Kanal-Bedienung aktiviert wird, so dass ich einmal einen kurzen und einen langen Tastendruck auslösen kann. Die Idee: – Der kurze Tastendruck fährt überall im Obergeschoss die Rollos runter, schaltet diverse Lichter aus und bereitet alles zum „Ins Bett gehen“ vor. – Der lange Tastendruck startet dann den Dimmvorgang. Es soll innerhalb von 5 Minuten von der maximalen Helligkeit auf „aus“ gedimmt werden.
Meinem Programmierprinzip folgend habe ich in der ETS „nur“ Kommunikationsobjekte für die beiden Tastenaktionen gemacht und den Rest mache ich dann im Homeserver durch eine kleine Logik:
Logik zur Steuerung des Sonnenuntergangslichts
Bei der Ausgangsbox „geht ins Bett“ werden wie beschrieben Rollos herunter gefahren und die Lichter im Flur ausgeschaltet.
Bei der Ausgangsbox „licht dimmen“ bzw „licht reset“ wird über „Web-Seiten abfragen“ eine URL aufgerufen. Denn schon alleine aus Entwicklungs- und Testgründen (den Homeserver muss man ja bei jeder Änderung neu starten) wollte ich den ganzen Dimmvorgang nicht über Sequenzen oder ähnliches steuern, sondern einfach nur der deCONZ-API mit einem Aufruf mitteilen „stelle das Licht so und so ein und nimm dir dafür 300 Sekunden Zeit“. Das habe ich dann als PHP-Script gelöst, welches einfach auf meinem NAS liegt und auf Knopfdruck vom Homeserver aufgerufen wird.
Aufruf einer Webseite im Homeserver 1Aufruf einer Webseite im Homeserver 2
Ich werte im Script noch einen GET-Paramter aus, um die Lampe auch vom gedimmten Zustand wieder auf „ungedimmt“ wechseln zu können. Hier mein Script.
Wie man erkennen kann wird beim starten des Dimmens zuerst die Lampe einmal kurz ein- und ausgeschaltet. Das ist die optische Rückmeldung, dass das Dimmen gestartet wurde.
Ergebnis: Das Licht geht nun auf Knopfdruck von hellweiß auf ein ganz dunkles warmweiß und schließlich aus. Das ganze in einer Zeit von ca. 5 Minuten. Und so wie es aussieht, hilft es dem Kind beim einschlafen.
Vor vielen Jahren habe ich mal eine Stand-Alone Wetterstation mit Außensensor geschenkt bekommen und diese hat eigentlich auch immer gut ihren Dienst getan. Jetzt ist vor ein paar Wochen leider der Außensensor an einem Wasserschaden gestorben. Natürlich funktioniert die Wettervorhersage immer noch, aber ohne Außentemperatur ist das Gerät für mich nicht mehr „vollständig“ 😉 – und schon war das nächste Projekt geboren.
Folgende Anforderungen habe ich festgelegt:
Möglichst größer Bildschirm (mindestens 7.5″)
Batteriebetrieb
Anbindung meiner KNX Wetterstation
Anzeige von Temperaturen im Haus (zur Kontrolle der Fußbodenheizung)
Verlässliche Wettervorhersage
Schönes Gehäuse, so dass man es außerhalb des Bastelzimmers aufstellen kann
Nach etwas Recherche viel meine Wahl auf ein 7.5″ E-Ink Display von Waveshare (mit weiß, schwarz und roter Farbe). Passenderweise hat Waveshare auch gleich ein ESP32 Board mit entsprechenden Connector/Treiber im Angebot. Der ESP32 hat auch genug RAM, so dass Grafiken und auch die Videobuffer im RAM Platz finden können.
Scheinbar ist schon vor mir jemand auf eine ähnliche Idee gekommen, denn bei Thingiverse gibt es ein schönes und vor allem exakt für meinen Bildschirm passendes Gehäuse. Es hat auch hinten genug Platz für Elektronik und Batterie. Ich habe es allerdings in weiß gedruckt.
Bzgl. Elektronik ist dieses Projekt schnell zusammengesteckt: ESP32 Board mit Display verbinden (Flachbandkabel ist dabei) und eine 3V Lithium Batterie, die ich noch rumliegen hatte, mit dem ESP32 verbinden. Das Display begnügt sich auch mit den 3V, so dass die ganze Installation nun über die Batterie funktioniert.
Lithium Batterien
Egal ob zwei 1,5V Lithium-Batterien in Reihe oder wie in meinem Fall eine CR123(A) 3V Lithium-Batterie: mit Lithium-Batterien läuft die Station super (mit normalen Batterien nicht) und ich nutze sie für µC Anwendungen fast immer. Lithium Batterien halten nämlich ziemlich konstant eine Spannung von 3V. Ab ca. 2,7 V sind dann auch schon über 90% der Kapazität verbraucht und bei ca. 2,55 V ist sie praktisch leer. Auch kurzfristigen großen Strombedarf, wie z.B. bei WLAN oder Bluetooth Betrieb, liefern Lithium-Batterien ohne Probleme. Zusätzlich haben Lithium-Batterien auch noch eine sehr geringe Selbstentladung.
Stromverbrauch
An meinem Labornetzteil habe ich den Stromverbrauch beim Refresh gemessen: Ingesamt dauert der Vorgang ca. 55 Sekunden. Maximal werden 137mA gezogen, im Mittel über die 55 Sekunden sind es 41mA. Im Deepsleep sind es aber immer noch 0,36mA, obwohl der ESP32 eigentlich nur ca. 7µA ziehen sollte. Das liegt wohl an dem Entwicklungsboard. Obwohl ich den ESP32 in Tiefschlaf versetze, scheint auf der Platine noch immer etwas Strom zu ziehen. Vermutlich werde ich die Schaltung nochmal ohne Entwicklungsboard aufbauen müssen.
Labornetzteil zum Messen des Stroms
Bei 0,36mA Standby-Strom komme ich mit den 2500mAh Batterien ungefähr auf 2500mAh/0,36mA=6944h = 289 Tage Einmal pro Stunde zieht er für eine Minute im Mittel 41mA. Das heißt ich sollte mit einer Batterie ca. 3/4 Jahr hinkommen. Das reicht für den Anfang, aber ich werde auf jeden Fall noch eine alternative Platine bauen.
Die Software
Elektrik wäre damit (erstmal) erledigt und auch ein Gehäuse musste nicht designed werden. Aber die Software hatte es in sich. Zwar programmiere ich recht oft Microcontroller, jedoch haben die meisten Projekte keine 100 Zeilen. Dieses hier ist eines der umfangreicheren Programme auf Arduino-Basis.
Der Programmablauf ist wie folgt:
WLAN Verbindung herstellen
Wetterbericht von https://openweathermap.org/ holen (REST-API, Ergebnis kommt als JSON, Dienst ist für wenige Abfragen kostenlos)
KNX Daten von Homeserver lesen (ab Firmware 4.7 spricht dieser auch (simples) REST)
Aktuelle Uhrzeit von http://worldtimeapi.org/ holen (wird nur zur Info mit ausgegeben)
Schöne, mit Informationen vollgepackte Oberfläche zeichnen
Beim letzten Starkregen (welcher in Deutschland ja verheerende Schäden angerichtet hat) kam auch bei uns die Kanalisation nicht mehr mit. Gott sei Dank gab es nicht so große Probleme wie anderswo, aber unsere Zisterne ist übergelaufen und dadurch ist mein Sensor in der Zisterne abgesoffen.
Durch Wasser zerstörter Zisternen-Sensor
Interessanterweise läuft der ESP8266 noch problemlos, aber die Messung liefert Mondwerte.
Das war mal wieder der Startschuss die Sensorik erneut zu ändern… Jetzt steige ich auf einen Drucksensor um, der mir einen Strom zwischen 4mA und 20mA liefert (je nach Wasserstand). Das ganze nennt sich Stromschleife. Das ist für mich erstmal neuDas scheint in der Industrie durchaus üblich zu sein, da Störeinflüsse minimiert werden. Wiki sagt dazu folgendes: https://de.wikipedia.org/wiki/Stromschnittstelle
Mein Plan ist Elektronik und Sensor wieder zu trennen. Der Sensor wird in der Zisterne versenkt, die Elektronik kommt ins Pumpenhaus.
Zunächst also einmal einen Stromsensor (China-Ware) besorgt. Der hatte auch direkt ein passend langes Kabel und macht trotz zweifelhafter Herkunft einen vernünftigen und wertigen Eindruck.
Wasserstandssensor auf Druckbasis mit Stromschleife
Doch wie bringt man einem ESP8266 bei Strom zu messen? Sicher gibt es viele Möglichkeiten, doch ich entscheide mich ganz simpel für einen (passenden) Widerstand, an dem die gewünschte Spannung abfällt.
Wir erinnern uns kurz zurück an die Schule: Da war mal was das hieß „U = I * R“ Und ich möchte das an meinem ADC, wenn der Sensor 20mA liefert eine Spannung von 3.3V anliegt. Das ist die Betriebsspannung meines ESP8266. Das heißt: R = 3,3V / 0,020A = 165 Ohm -> Ich nehme also einen 150 Ohm Widerstand. Bei minimaler und maximaler Wassertiefe (= Stromfluss) ergeben sich dann folgende Spannungen. V = 0,004A * 150 Ohm = 0,6V (minimal) V = 0,020A * 150 Ohm = 3,0V (maximal) Das passt also, auch wenn ich nicht den ganzen Messbereich des ADC ausschöpfe!
Jetzt möchte ich den µC noch gegen Spannungen die größer als VCC (=3,3V) + 0.6V sind schützen und den Strom auf unter 0,1mA bringen. Kann ja immer mal passieren das irgendwo ein Kurzschluss entsteht oder beim Aufbau Kabel vertauscht werden. R= (24V-(3,3V+0,6V)) / 0,0009A = 22333 Ohm -> Ich nehme also einen 27k Widerstand.
So sieht die modifizierte Schaltung nun aus:
Schaltplan des neuen Zisternen-Elektronik mit Wasserdrucksensor. Wichtig: Die GNDs der beiden Spannungsquellen sind verbunden! (auf dem Schaltplan nicht zu sehen)
Jetzt schaut man sich den Schaltplan an und denkt: Ok, R2 = 27kOhm, das ist also der Schutzwiderstand. Aber sollte R3 lt. Berechnung nicht 150 Ohm sein? Warum steht im Schaltplan 50 Ohm? Das liegt daran, das ich in die Falle meines ESP-Moduls getappt bin. Nachdem ich das so gebaut hatte und der ADC irgendwie nichts sinnvolles gemessen hat, habe ich etwas Datenblätter gewälzt und festgestellt, das die „rohen“ ESP-Module – wie ich sie verwende – einen Spannungsbereich am ADC von 0-1V erwarten (trotz 3,3V Betriebsspannung). Es gibt Module da ist direkt ein Spannungsteiler eingebaut, bei meinem nackten Modul aber nicht.
Also nochmal neu gerechnet: R = 1.0V / 0,020A = 50 Ohm -> Ich nehme also einen 51 Ohm Widerstand. Der Schutzwiderstand bleibt gleich. Proberechnung: V = 0,004A * 50 Ohm = 0,2V (minimal) V = 0,020A * 50 Ohm = 1,0V (maximal) (hier liefert der ADC dann den Wert 1023)
Dann sieht man eine zweite Spannungsquelle im Schaltplan. Das liegt daran, das der Sensor 24V benötigt. Dazu nutze ich einen simplen Step-Up-Wandler, der aus den 5V vom Netzteil 24V macht. Um nicht unnötig Strom zu verbrauchen schalte ich den Step-Up-Wandler über einen Transistor vor der Messung an. Als Transistor habe ich das genommen was noch so rumlag. Da kaum Ströme fließen sollte jeder NPN Transistor gehen. Wichtig ist nur, das er bei den 3,3V des digitalen Ausgangs komplett durchschaltet. Ich habe dann die bestehende Schaltung auf der vorhandenen Lochrasterplatine entsprechend erweitert.
Neue Schaltung auf Lochrasterplatine
Man sieht meine geliebte (aber sehr labile) Wurfverkabelung, mit der ich quasi immer arbeite. 😉 Im Hintergrund ist der USB->Seriell Konverter zu sehen (zum Programmieren) und vorne links, unter der Platine ist der Step-Up-Wandler. Die Platine ist jetzt durch das aus- und einlöten diverser Bauteile ganz schön verbraten, aber muss ja auch keinen Schönheitspreis gewinnen.
Ordentlich verpackt in eine Abzweigdose die rumlag sieht es dann so aus.
Schaltung in Abzweigdose
Wie man sieht habe ich das Kabel vom Sensor mit einem Hohlstecker versehen, damit ich die Elektronik für Wartungszwecke leicht vom Sensor trennen kann.
Jetzt fehlt noch der angepasste Arduino Sketch:
#include <ESP8266WiFi.h>
#include <ESP8266WebServer.h>
const int sensorEnable = 15; // PIN für den Transistor zum aktivieren des Step-Up-Wandlers
const byte sensorPin = A0; // ADC für den sensor
const uint16_t resistor = 51; // Eingesetzter Pull-Down Widerstand
const int maxAdcWennVoll = 472; // Prozentuale Umrechnung
ESP8266WebServer server(80); // Webserver
WiFiClient client;
void setup() {
Serial.begin(115200);
IPAddress ip(192, 168, X, Y);
IPAddress gateway(192, 168, X, Z);
IPAddress subnet(255, 255, 255, 0);
WiFi.config(ip, gateway, subnet);
WiFi.begin("**netzwerk**", "**geheim**");
Serial.print("Connecting");
while (WiFi.status() != WL_CONNECTED) {
delay(500);
Serial.print(".");
}
Serial.println();
Serial.print("Connected, IP address: ");
Serial.println(WiFi.localIP());
server.on("/", handle_normal);
server.on("/hs", handle_hs);
server.on("/hs/1", handle_hs);
server.onNotFound(handle_NotFound);
server.begin();
Serial.println("http server startet");
pinMode(sensorEnable, OUTPUT);
digitalWrite(sensorEnable, LOW);
pinMode(sensorPin, INPUT);
}
void loop() {
server.handleClient();
}
void handle_NotFound(){
server.send(404, "text/plain", "Not found");
}
void handle_normal() {
Serial.println("handle /");
long pressure = measurePressure();
long percent = pressure * 100 / maxAdcWennVoll; //umrechnen auf prozent
String msg = String("<!DOCTYPE html><html>") +
"<head><meta name=\"viewport\" content=\"width=device-width, initial-scale=1\">" +
"<link rel=\"icon\" href=\"data:,\">" +
"<body><h1>Zisterne Measusement Server</h1>" +
"<p>Use get parameter hs for homeserver</p>" +
"<p>Exampe: /hs/1</p>" +
"<br><br><p>Current pressure: " + String(pressure) + "</p>" +
"<br><br><p>Current percent: " + String(percent) + "</p>" +
"</body></html>\r\n" ;
server.send(200, "text/html", msg);
}
void handle_hs() {
Serial.println("handle /hs");
long pressure = measurePressure();
long percent = pressure * 100 / maxAdcWennVoll; //umrechnen auf prozent
String msg = String("D=" + String(percent) + "\r\n");
server.send(200, "text/html", msg);
}
int measurePressure() {
Serial.println("setting 24v on");
digitalWrite(sensorEnable, HIGH);
delay(5*1000); //auf sensor warten
Serial.println("start measuring");
int myValue = doMeasure();
Serial.println("done measuring");
Serial.println("setting 24v off");
digitalWrite(sensorEnable, LOW);
return myValue;
}
int32_t doMeasure() {
float minAdc = 0.004 * resistor * 1024;
float maxAdc = 0.020 * resistor * 1024;
int adc = 0;
for (byte i = 0; i < 3; i++)
{
int m = analogRead(sensorPin);
Serial.println("adc" + String(m));
adc += m;
delay(10);
}
adc = adc / 3;
int32_t value = (adc - minAdc) * int32_t(1023) / (maxAdc - minAdc);
if (value > 1023) value = 1023;
else if (value < 0) value = 0;
return value;
}
Ich hoffe das diese Version jetzt rebust genug ist und der China-Sensor auch ein paar Jahre durchhält.
Wie ja alle wissen ist das Arbeiten in der Wohnung mit einer Flex oder Kreissäge nicht wirklich zu empfehlen, da die Staub- und Dreckentwicklung enorm ist. Aus diesen Grund wollte ich schon immer eine Werkstatt für die „groben“ Arbeiten haben.
In meiner Garage ist auch extra ein Raum dafür abgetrennt, dieser ist jedoch nicht beheizt, so dass das Arbeiten im Winter nur mit dicker Jacke möglich wäre – ein unhaltbarer Zustand! 😉
Infrarot Heizungen
Ich habe mich also entschlossen meine Werkstatt zu beheizen, und habe mir dazu zwei Infrarot Heizpanele mit je 800 Watt besorgt. Warum Infrarotheizungen? Zuächst mal können diese sinnvoll an die Decke montiert werden, was keinen Platz an den Wänden weg nimmt. Sie erhöhen nicht die Luftfeuchtigkeit da sie nichts verbrennen. Und wenn man unter einer solchen Heizung steht, spürt man die Strahlungswärme fast sofort. Außerdem mache ich ja bei mir irgendwie „alles“ mit Strom 😉
Und da meine Garage nicht, oder nur wenig gedämmt ist, habe ich nach kurzer Recherche ausrechnen können, dass ich ca. 1200-1400 Watt haben sollte.
Infrarotheizung an Decke montiert
Steckdosen in Werkstatt
Nachdem das geschafft war, ging es an die Steuerung. Diese sollte natürlich über den KNX Bus stattfinden. Ich musste also erstmal die Temperatur der Werkstatt messen und an den Homeserver übertragen.
Temperatur Messung
Um die Temperatur zu messen habe ich den Sensor aus der Garage wiederverwendet. Dieser hat regelmäßig seine Firmware nach dem Tiefschlaf nicht mehr wieder gefunden und leider muss ich sagen, das der eingebaute Lüfter es auch nicht geschafft hat die Temperatur in der Garage spührbar zu reduzieren, also wird der jetzt recycelt.
Er besteht nach wie vor aus einem ESP8266 und einen DHT22 Temperatursensor.
Ich habe dann eine neue Firmware drauf gespielt die ich vom Zisternen-Sensor übernommen habe und somit von PUSH auf PULL umgestellt.
Und natürlich wollte ich jetzt erstmal prüfen, ob das alles denn auch funktioniert. Dazu habe ich dann den Sensor provisorisch zusammen mit einem Oldschool-Analog-Thermometer in der Werkstatt platziert.
Neuer Temperatursensor in Werkstatt
Analoges Thermometer in Werkstatt
Und siehe da: Der Sensor vertut sich um gut 2-3 Grad – so geht das aber nicht!
Schaltungsüberarbeitung
Und dann ging die Suche los: Zunächst einmal habe ich die Schaltung überarbeitet und einen Pull-Up Wiederstand (4.7k) sowie den im Datenblatt des DHT22 aufgeführten 100nF Kondensator eingefügt.
Überarbeiteter Sensor Oberseite
Überarbeiteter Sensor Unterseite
Gleichzeitig habe ich den DHT22 Sensor auch noch komplett ausgetauscht (hatte damals ein 3er-Set gekauft und daher noch zwei in meiner Rummelkiste) und ihn auch nicht mehr direkt neben dem ESP montiert, sondern mit kurzen Kabeln ca. 20cm entfernt von der Platine.
Ich weiß nicht genau was von den Maßnahmen geholfen hat, aber nachdem ich den überarbeiteten Sensor so in der Werkstatt aufgestellt hatte, deckte sich die Messung 1zu1 mit dem analogen Thermometer.
KNX Anbindung
Die Anbindung an den Homeserver findet auf die gleiche Weise statt, wie schon bei der Zisterne. Ich habe ein KO angelegt und mitteils Webseitenaufruf wird der Wert von der Webseite des ESP gelesen.
Webseitenaufruf IP
Webseitenaufruf URL
Webseitenaufruf Werte
Der Webseitenaufruf wird dann mittels Logik einmal pro Minute wiederholt.
Die Logik
Und zum Schluß musste noch eine Logik her, welche die gemessene Temperatur mit der Wunschtemperatur vergleicht und unter Berücksichtigung von Pufferwerten dann die Steckdosen für die Heizungen an- bzw abschaltet.
09.10.2022: Ich hatte ein paar Probleme mit der alten Logik, da diese nicht richtig berücksichtigt hat wenn der ESP Temperatursensor einmal ausfällt. Das ist schon 2 oder 3 mal passiert. Dann lief die Heizung in der Vergangenheit ohne Unterbrechungen auf voller Kraft. Die neue Logik berücksichtig das jetzt besser.
Homeserver Logik zur Steuerung der Werkstattheizung
Wie schon angekündigt hat mein letzter Raspberry mit meiner Zigbee-Steuerung seine SD-Karte zerlegt – was ja immer ein Damoklesschwert über dem Kopf eines jeden ist, der die kleinen PCs mit SD-Karte betreibt und dort auch Datenbanken o.ä. drauf laufen lässt.
Da die PIs ab Version 3 aber auch endlich (ordentlich) aus dem Netzwerk booten können, habe ich mich entschieden nach und nach allen PIs die SD-Karte weg zu nehmen und nur noch über das Netzwerk zu arbeiten. Hier ist die kleine Anleitung dazu:
Verwendet wurden: – QNAP NAS – Raspberry PI 3 B V1.2
Vorbereitung DHCP Server
Damit der PI aus dem Netzwerk booten kann habe ich meinen DHCP Server so konfiguriert, das er immer die gleiche IP vergibt
Außerdem habe ich noch folgende DHCP Optionen gesetzt:
„Vendor encapsulated options“ = Raspberry Pi Boot
„TFTP Servername“ = 192.168.x.y (das ist die IP vom NAS)
„Bootfile Name“ = bootcode.bin
Vorbereitung Raspberry Pi
Wie üblich mit dem Raspberry Pi Imager eine (neue) SD-Karte beschrieben und das Betriebssystem „Raspberry Pi OS Lite“ installiert (ohne grafische Oberfläche)
Dann das System hochgefahren und die grundlegende Installation abgeschlossen (raspi-config, usw.)
Damit der Pi über das Netzwerk booten kann, muss ein Eintrag in der /boot/config.txt geändert werden (ganz am Ende)
nano /boot/config.txt
program_usb_boot_mode=1
Anschließend den PI neu starten und die Zeile wieder entfernen. Die Einstellung bleibt dauerhaft erhalten.
Der Erfolg kann nach dem Neustart wie folgt überprüft werden
Als erstes habe ich die Freigabe „Public“ per NFS freigegeben. Hier soll später das Root-Dateisystem liegen und auch die Dateien für den Bootvorgang werde ich hier ablegen. Dazu muss der NFS-Dienst ggf. vorher in der Systemsteuerung aktiviert werden.
Gastzugang per Samba/Windows wird für „Public“ deaktiviert, bzw. auf „kein Zugriff“ gestellt
Auf der Public-Freigabe erstellle ich einen Ordner „pxeboot“
In dem Ordner „pxeboot“ erstelle ich dann pro Raspberry einen weiteren Unterordner. Hier z.b. „zigbee“
Und in dem Ordner „zigbee“ erzeuge ich dann noch einen Ordner „boot“
Außerdem brauche ich für den Netzwerkboot noch einen TFTP Server, der auf den QNAP-NAS wie folgt konfiguriert wird
Nun starte ich den Pi einmal ohne die SD-Karte neu und schaue in die Log-Datei „Public\pxeroot\opentftpd.log“. Dort steht jetzt drin welche Dateien gefunden/nicht gefunden wurden. Bei der Datei „start.elf“ ist auch ein Unterordner zu sehen, der die Seriennummer des PIs darstellt. Diese merke ich mir, denn ich muss im nächsten Schritt einen passenden Symlink anlegen
Darum melde ich mich auf der Console des NAS per SSH an und mittels „ln -s /share/Public/pxeroot/zigbee/boot /share/Public/pxeroot/<seriennummer>“ erzeuge ich einen Symlink mit der passenden Seriennummer, der in das boot-Verzeichniss des entsprechenden PIs zeigt
Kopieren der Daten
Zunächst melde ich mich am Pi an und mounte die NFS-Freigabe. Anschließend kopiere die gesamte Root-Partition auf die NFS-Freigabe
Dann fahre ich den Pi herunter und lege die SD-Karte in meinen PC ein (da wo ich diese auch beschrieben habe). Ich kopiere den ganzen Inhalt, also die ganzen .elf-Dateien, config.txt usw. in den Boot-Ordner auf der Netzwerkfreigabe
Die Datei „bootcode.bin“ jedoch kopiere ich direkt in den Ordner „pxeroot“
Dann wird noch die „cmdline.txt“ im Boot-Ordner angepasst:
Jetzt müsste der Pi ohne SD-Karte neu gestartet werden können. Er wird nach ca. 5 Sekunden vom Netzwerk booten und das System wird bis auf eine Fehlermeldung bzgl. der SWAP-Datei ganz normal hoch fahren.
Dann sind noch folgende, abschließende Arbeiten zu tun:
Deinstallieren von „dphys-swapfile“ und erstellen und einbinden einer manuell erzeugten SWAP-Datei
Wie schon bei Version 1.0 des Grillpavillons angekündigt, möchte ich auch wenn ich nicht grille den Pavillon mit etwas Ambiete-Beleuchtung erhellen, so wie auch den ganzen restlichen Garten.
Natürlich habe ich direkt an RGB LED Streifen gedacht, die ich aber auch über KNX steuern möchte. Doch nun erstmal die Hardware, zur Steuerung kommen wir später.
Ich habe mir also 2x 5m LED Streifen bestellt, mit der typischen infrarot Fernbedienung. Das Ganze ist natürlich Wasserfest (IP68). Und da ich möglichst viel Licht haben möchte, habe ich RGBW Streifen gewählt. Also sitzt dort alle paar cm auch eine weiße LED und der Streifen hat 4 Kanäle die ich separat steuern kann (rot, grün, blau und weiß).
RGBW Streifen, abgerollt
RGBW Streifen Detailansicht
RGBW Streifen mit Fernbedienung und Steuergerät
Trotzdem lassen sich die Streifen alle paar cm mit einer normalen Schere zerschneiden. Mit einem Messer kann man an den vorgesehenen Stellen einfach die Schutzschicht abschneiden und dann an den vorhandenen Lötpads Kabel anlöten um z.B. zwei Streifen „um die Ecke“ mit einander zu verbinden. Danach wieder Schrumpfschlauch drauf (wegen Wasserfest) und fertig.
Und, damit das Licht etwas mehr gestreut wird, habe ich mir Aluminium Profile mit einem entsprechenden Aufsatz besorgt.
Aluminiumprofil mit diffuser Abdeckung
Zuerst habe ich mir überlegt wie ich das Aluminiumprofil am Pavillon befestigen soll. Denn das vorhandene Gestänge ist rund, das Profil aber gerade, bzw. eckig. Ich brauche also einen Adapter. Endlich mal wieder ein (sinnvoller) Fall für den 3D-Drucker.
Ich habe also einen Adapter entworfen und unter jeder 2m Schiene Profil 4 Adapter befestigt. Die runde Seite kommt auf das Pavillon Gestänge. Die Kerben sind für Kabelbinder – so muss ich nicht Bohren. Das Profil klebe ich einfach mit üblichen Konstruktionskleber auf meine Adapter – fertig.
Adapter mit Rundung
Adapter flache Seite
Hier gibt es natürlich auch wieder die STL-Datei für den Adapter.
Adapter Detail
RGBW Beleuchtung
Fertig montierte Profile mit RGBW LED Streifen
Und so sieht das ganze dann fertig montiert aus. Schon sehr schön, aber eben nur mit der dusseligen Fernbedienung zu steuern. Das darf so natürlich nicht bleiben und da ich alles an Ambiente-Beleuchtung im Garten ja mit Zigbee lösen möchte, habe ich mir für den LED Streifen einen entsprechenden RGBW-Zigbee-Controller besorgt.
Verkabelung Zigbee RGBW Controller
Ich habe die 5 Adern des Strips mit einem 8-Adrigen Kabel bis in meine kleine Verteilerbox geführt. Die Stecker des mitgelieferten Netzteiles habe ich gekürzt und direkt an die schon gelegte Verkabelung angeschlossen.
Zigbee Controller am RGBW Stripe
Sieht etwas wild aus, aber wenn man in der Kiste dann etwas auräumt, dann ist es ok und der Deckel passt super drauf.
Zigbee Controller im Verteilerkasten
Warum es jetzt gerade Zigbee geworden ist, könnt Ihr hier nachlesen.
Wie ja schon mehrmals beschrieben wohne ich in einem Altbau. (d.h. schlecht, bis gar nicht gedämmt).
Bei den aktuellen Temperaturen sorgt das natürlich dafür, dass sich das Haus schnell aufwärmt und man vor Hitze kaum in den Schlaf kommt. Größtes Problem sind dabei wohl auch die Fenster auf Ost-, Süd- und Westseite.
Meine Wetterstation (Gira KNX Wetterstation) misst aber nicht nur Regen und Wind, sondern eben auch Licht. Sogar in genau diesen drei Ausrichtungen. Ich bekomme in der Tat 3 verschiedene Messwerte, für je eine Richtung einen.
Jetzt habe ich mir schnell eine Logik gebastelt, welche die automatischen Rollos, bei längerer Sonneneintrahlung auf einer Seite auf 50% herunter fährt. Allerdings auch nur, wenn Sie noch oben sind. D.h. ist kann manuell mit den Rollos machen was ich möchte, aber wenn Sie morgens auf 0 sind (also ganz oben), werden sie bei Bedarf automatisch halb herunter gefahren und somit ein Aufheizen der Räume reduziert.
Die Logik im Gira Experten meines Homeservers sieht so aus:
Natürlich berücksichtige ich auch die Raumtemperatur. Wenn diese ohnehin schon wärmer als eingestellt ist, nur dann fährt das Rollo auch runter.
Oft merkt man ja immer erst was fehlt, wenn man es braucht. So auch bei diesem, diesmal wirklich kleinen Projekt.
Denn aktuell ist das Wetter tagsüber ja wirklich schön warm, aber Abends wirds nochmal knackig kalt. Tagsüber sind also die Fenster offen – und abends werden sie dann schon mal vergessen wieder zu schließen.
Da ich aber nicht für die Luftwaffe heizen möchte, habe ich eine kleine Logik erzeugt, welche den Einwohnern eine Email schickt.
Schnell und einfach gemacht und trotzdem effektiv. So werde ich das Fenster im Bad oder Schlafzimmer nicht mehr vergessen.
Wichtig bei den Alarm-Emails im Homeserver ist jedoch, eine „Totzeit“ einzustellen. Sonst werden wohlmöglich sehr sehr viele Emails erzeugt.